Gemeindeausflug nach Romanshorn

Auf dem Internationalen Kirchentag (IKT) in München fand der Schuhkarton der Gemeinde Asch schnell eine neue Heimat. Er setzte an Pfingsten 2014 nach Romanshorn in die Schweiz über und legte den Grundstein für eine neuapostolische Gemeindepartnerschaft. Im August 2015 lernten sich die zwei Partnergemeinden persönlich kennen. Dazu fuhren die Ascher an den Bodensee - und fühlten sich gleich wie zu Hause.

Wie Hirte René Spring, Vorsteher der Gemeinde Romanshorn berichtet, sprang ihm die Schatzkarten-Optik des liebevoll gestalteten Ascher Schuhkartons ins Auge. Schliesslich schmückte den Karton eine Landkarte mit Zielflagge. Ganz ähnlich sah der Romanshorn-Karton aus. Da hatte doch jemand die gleiche Idee! Der Inhalt des Kartons mit Fotobuch, dem extra für den IKT entworfenen Ascher-Partnerbanner und einem Willkommensherz aus Holz taten ein Übriges. Also wurde das Ascher Schatzkistchen eingepackt und nach Romanshorn mitgenommen. Kontakte zwischen den Partnergemeinden wurden schnell hergestellt und per Brief oder mittels AschInfo, der monatlichen Gemeindeinformation, tapfer gehalten. Die Ascher IKT-Botschafter für Romanshorn Karin und Paul Fuchslocher besuchten auch zweimal die Gemeinde am Bodensee.

Herzlicher Empfang

Termine sind nicht einfach zu finden und so dauerte es doch länger, bis ein gemeinsames Treffen zustande kam. Auf Einladung der Gemeinde Romanshorn traf man sich nun am 22. und 23. August 2015 am Bodensee. Ingesamt rund 80 Geschwister nahmen daran teil. Da der Termin in den deutschen Sommerferien lag, war es leider vielen Ascher Gemeindemitgliedern, darunter auch dem Gemeindevorsteher Hirte Martin Wabitsch mit Familie, nicht möglich, nach Romanshorn zu fahren. Was lange währt, wird umso besser - das trifft in diesem Fall hundertprozentig zu: Die beiden Gemeinden feierten bei strahlendem Sonnenschein ein Sommerfest und einen Gottesdienst, die die Herzen höher schlagen ließen. Dazu hatte die Gemeinde Romanshorn eine Sporthalle im benachbarten Ort Hefenhofen angemietet. Mit einem wunderschönen Außengelände samt Blick auf Appenzeller Land und Berge bot sie den idealen Rahmen für das zweitägige Treffen. Es startete am Samstag um 14:00 Uhr mit einem sehr herzlichen Empfang bei gemeinsamem Kaffee und Kuchen. Dann folgte ein buntes Kennenlern-Programm mit lustigen Ratespielen wie Montagsmaler und Pantomime sowie einer unterhaltsamen „Hutmodenschau“ aus Asch.

Spass am „Spiessligrill“

Am Abend wurde dann am zwei Meter langen „Spiessligrill“ gemütlich gebrutzelt - jeder konnte aus einer riesigen Auswahl an verschiedenen Fleischsorten, Garnelen und Gemüse seinen Wunschspiess zusammenstellen. Dazu gab es eine leckere und aufwendig zubereitete Salatbar durch die Gastgeber. Ein Genuss! Dass manchmal Spiesse vertauscht wurden und bei neuen Eigentümern landeten, sorgte für viel Spass. Beim Singen, Musizieren, Plaudern und bei tropischen Temperaturen klang der Abend erst zu später Stunde aus. Schließlich wurden die Quartiere in den Gastfamilien und der Jugendherberge in Romanshorn bezogen. Die Jugendlichen übernachteten gemeinsam ganz EJT-like in der Halle auf dem Fußboden. Nachtruhe? Natürlich Nebensache!

Gottesdienst in der Halle

Am Sonntagmorgen war dann aber jeder pünktlich auf den Beinen und die Halle wurde - bei einem Guten-Morgen-Kaffee - gemeinschaftlich für den Gottesdienst herausgeputzt. Hirte René Spring führte den Gottesdienst durch und rief alle Priester der Gemeinde Romanshorn zum Predigtbeitrag an den Altar. Die Ascher Amtsträger freuten sich über den „Urlaub“. Es war schön zu erleben, wie alle Gläubigen zu einer einzigen Gemeinde verschmolzen. Chor und Orchester aus Asch und Romanshorn fanden wie selbstverständlich zusammen. „Ein Erleben wie im Himmel“, so brachte es Hirte Spring freudig zum Ausdruck.

Abschied und geplantes Wiedersehn

Nach dem Gottesdienst gab es einen üppigen Brunch sowie eine Tombola. Anschliessend ließ man bei Foto- und Filmvorträgen das Wochenende Revue passieren und rüstete sich zur Abreise. Der Abschied von den Gastgeschwistern fiel schwer. „Viele wären noch am liebsten geblieben, da wir mit offenen Armen wie in einer schönen, großen Familie aufgenommen wurden. Jeder war begeistert!“ berichten Karin und Paul Fuchslocher, die den Ausflug auf Ascher Seite koordinierten. Umso mehr freuen sich alle bereits auf den geplanten Gegenbesuch an Pfingsten 2016, wenn die Gemeinde Romanshorn für zwei Tage nach Asch kommen wird.

Chronik von Romanshorn

Die Gemeinde Romanshorn wurde 1928 gegründet. Viele Jahre fanden die Gottesdienste in einem gemieteten Raum statt. 1982 wurde die heutige Kirche an der alten Landstrasse bezogen. Seit 2012 zählen auch Arbon und Umgebung zur Gemeinde Romanshorn. An den Sonntagsgottesdiensten nehmen jeweils ca. hundert Gläubige teil. Ein kleines Orchester und ein gemischter Chor mit rund zwanzig Sänger/innen umrahmen die Gottesdienste musikalisch. Hirte und Vorsteher René Spring wird von vier Priestern, drei Diakonen und einem Unterdiakon unterstützt. Die zweite IKT-Partnergemeinde von Romanshorn ist die Gemeinde Frankfurt-Zeilsheim.